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So wird die Andrews’ Pitchfork konstruiert


Dann sucht man die Ausbruchslinie, also die scharfe Kursumkehr. Darauf markiert man das Tief (B) und das Hoch (C) und teilt den Abstand dazwischen in 2 gleiche Teile. Die Mittellinie verläuft durch die Mitte dieser Ausbruchslinie und den Punkt A, der den Beginn der Bewegung markiert. Die Hilfslinien für Widerstand und Unterstützung verlaufen parallel zur Mittellinie durch die Punkte B und C.
Die entstandene Figur ist die Pitchfork. Es gibt eine Abwandlung, die einen zu engen Kanal vermeidet – die Schiff-Pitchfork. Ihre Mittellinie beginnt nicht am Trendstart (A), sondern an einem um 50 % entlang der Achse verschobenen Punkt.
Mit heutiger Technik ist das Zeichnen einfach. Jedes Handelsterminal kann diesen Indikator in den Chart einfügen.
Handelsregeln mit der Andrews’ Pitchfork
Dieser technische Indikator zeigt Gesetzmäßigkeiten von Preistrends. Die Mittellinie steht für den optimierten „wahren Wert“ des Trends, die Zinken erlauben es, die Kursamplitude einzuschätzen und wahrscheinliche Abpraller an der oberen und unteren Grenze vorherzusagen. Je stärker der Markt, also je mehr Geld beteiligt ist, desto wahrscheinlicher ist ein solcher Abpraller.

Solange der Kurs in einem Bereich nahe der Mittellinie schwankt, setzt sich der Trend fort. In der Regel kehrt er mit kleinen Abweichungen immer wieder zu seinem Median zurück – darauf beruht die Strategie des Traders.
Die Elastizität des Marktes, bestimmt durch seine obere und untere Grenze, hält den Kurs im Kanal der Pitchfork, sodass sich der Trend überwiegend darin entwickelt. Überschreitet der Kurs die obere oder untere Grenze, ist in 80 % der Fälle eine Umkehr wahrscheinlich.
- Beispiel – die Pitchfork bei einer Flaggenformation:
In weniger als 10 % der Fälle kommt es zu einem falschen Ausbruch: Der Kurs verlässt die Pitchfork kurz und leicht und kehrt bald zurück. Ein vernachlässigbarer, natürlicher Fehler.

In einer solchen Lage muss der Trader schnell entscheiden.
- Ein weiteres Beispiel für die Pitchfork in der Strategie „Saatkrähen“ auf unserer Website:
Orders mit Pitchfork und Signallinien eröffnen
Die Signallinie ergänzt die Andrews’ Pitchfork und hilft einzuschätzen, wie stark oder schwach der Markt und damit wie stabil der Kanal ist. Man erhält sie im Chart, indem man den Trendstart (A) mit dem Tief der Bewegung (Aufwärtstrend, untere Signallinie) oder mit dem Hoch (Abwärtstrend, obere Signallinie) verbindet.
Die Regeln für Orders berücksichtigen die Pitchfork und beide Signallinien.
So ist ein Abpraller vom unteren Zinken ein guter Moment für Kauforders. Der Kurs bleibt in der Aufwärtszone, bis er die Mittellinie erreicht. Wird sie überschritten, ist eine Umkehr möglich – dann schließt man den Trade besser.
Umgekehrt ist ein Abpraller vom oberen Zinken das Signal zum Verkaufen. Auch hier ist an der Mittellinie eine Umkehr möglich, also sollte man den Trend rechtzeitig verfolgen und den Gewinn sichern.
Ein Anstieg über die obere Grenze der Pitchfork im Abwärtstrend ist ein guter Moment zum Kaufen. Im Aufwärtstrend deutet das Unterschreiten der unteren Grenze darauf hin, dass man verkaufen sollte.
Das Überwinden der oberen Signallinie im Abwärtstrend zeigt die Stärke der Käufer und spricht für einen Kauf. Der Bruch der unteren Signallinie im Aufwärtstrend zeigt Schwäche und Instabilität des Marktes. Dann beginnt ein erfahrener Trader zu verkaufen.
Ausbrüche der Pitchfork zu erkennen und rechtzeitig zu nutzen, bringt also spürbaren Gewinn, besonders kurzfristig.
- Ein Beispiel auf unserer Website – die Strategie „Gabel“:
Fazit
Die Pitchfork ist ein nützliches Werkzeug zur Analyse von Preiskanälen, auch im Terminal MetaTrader 4/5 (MT4). Die Zuverlässigkeit ihrer Signale liegt über 80 %. Dennoch sollte der Trader seine Strategie auch auf andere Marktindikatoren stützen, um das Risiko zu begrenzen. Sinnvoll ist der Indikator als Teil einer systematischen Marktanalyse.



